Keine Frage, der Soundtrack von Galaxy on Fire 2™ bietet wirklich tolles Hörvergnügen! Hin und wieder jedoch kommt es auch vor, dass ich den Sound meines iPhones stumm stelle und mir ein paar coole Songs per Kopfhörer reinziehe, während ich Keith T. Maxwells Raumpiloten-Overall überziehe und in fernen Galaxien auf Piratenjagd gehe. So z.B. wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn sitze und nicht das ganze Abteil mit Laserschüssen, Explosionen und Antriebsbrummen beschallen möchte… um auch dann in der richtigen Stimmung für ein feuriges Weltraum-Abenteuer zu sein, hör ich mir beim Zocken besonders gerne Songs an, die in Punkto Lyrics und Stimmung in irgendeiner Art und Weise das Science Fiction-Konzept von Galaxy on Fire 2™ aufgreifen. Und somit findet ihr hier meine persönliche Top 10-Liste von intergalaktischen Rock Songs![full] Natürlich stellen diese 10 Stücke nur einen Bruchteil der Unmengen an Sci Fi-Liedern dar, die nur darauf warten, von der GOF2-Fanschar entdeckt und gehört zu werden und so bin ich natürlich sehr gespannt darauf, zu erfahren, welche Songs ich in meiner Aufzählung komplett vergessen habe und welche Lieder eurer Meinung nach ihren Platz in den Top 10 des Space Rocks redlich verdient haben, bzw. unbedingt hätten genannt werden müssen. Also haut in die Tasten und lasst eure persönlichen Faves nicht unerwähnt!
Tankard “Space Beer”
(aus dem Album “The Meaning Of Life” von 1990)

“The aliens from all over space,
Will come to earth to get a taste,
A new idea, great innovation,
Future beer, it’s a sensation!”
Zugegeben, die deutschen Fun-Thrasher von Tankard haben ihren Songs nicht unbedingt eine besonders tiefe Science Fiction-Atmosphäre verpasst. Dennoch aber macht eine laute, wüste Up Tempo-Nummer wie “Space Beer“ jede Menge Spaß und sollte ruhig einmal durch die Schiffs-eigenen Lautsprechersysteme donnern, während ihr mehrere Tonnen Union Bier ins Eanya System befördert.
Scanner “Warp 7”
(aus dem Album “Hypertrace” von 1988)

“Still it feels like home, still I am a son,
But I can’t return though I’m the chosen one,
If I touched the ground, I’d lose all might,
Better enter space and dive into the sky!”
Genau wie Tankard so sind auch Scanner eine weitere deutsche Heavy Metal-Band aus den 80ern. Seit ihrer Gründung im Jahre 1986 hat die Gruppe stets besonders Augenmerk auf ihr futuristisches Image gelegt und so wird ihr Debütalbum “Hypertrace“ auch heute von den Fans und der Presse gleichermaßen als Klassiker des Science Fiction-inspirierten Speed Metals gehandelt. Der Opener “Warp 7“ ist eine eingängige, gitarrenlastige Hymne, welche die Geschichte eines genetisch manipulierten Super-Soldaten erzählt, der sich auf einer riskanten Mission viele tausend Lichtjahre von zuhause entfernt befindet. Wie ihr euch sicher denken könnt, stellt der Song somit eine perfekte Hintergrundmusik dar, wenn ihr in die geheimnisvolle Welt der Voids eindringt und inmitten von interstellaren Nebelschwaden gegen die unbekannten und scheinbar übermächtigen Feinde antretet.
Thor “Megaton Man”
(aus dem Album “Thor Against The World” von 2005)

“20,000,000 years from the furthest star,
20,000,000 miles in a rocket car,
Glide through the ozone in your time machine,
Ride to other planets on your laser beam!”
Der kanadische Super Rocker Jon Mikl Thor hatte schon immer eine Schwäche für Fantasy und Science Fiction und somit sind diese beiden Genres nun schon seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil seiner ausgefallenen Bühnenshows und unterhaltsamen Musikvideos! Der Ohrwurm “Megaton Man“ ist dabei eines der besten Beispiele für Thors tiefe Verbundenheit zu den unendlichen Weiten des Weltalls und erzählt auf augenzwinkernde Weise die Geschichte eines intergalaktischen Superhelden und Weltenretters. Die futuristischen Synthie-Klänge und geschickt eingebrachten Space-FX sorgen dabei für einen nahezu perfekten Future Sound und werden die Gehörgänge eines jeden Science Fiction-begeisterten Hörers so schnell bestimmt nicht wieder verlassen!
Voivod “Forgotten In Space”
(aus dem Album “Killing Technology” von 1988)

“Hydrocarbonic smog, methane ice crystals,
Ultraviolet rays in the galaxy core,
Rotations and orbits of somebody,
Atoms and molecules through my body,
Just half an hour, not too much oxygen,
You’re forgotten in space… in space!”
Die kanadischen Cyber-Thrasher von Voivod treiben bereits seit den frühen 80ern ihr Unwesen und konnten sich über die Jahre einen echten Kultstatus erspielen—ein Umstand, der sich nicht zuletzt auch dadurch zeigt, dass Basser Jason Newsted anno 2002 seinen Dienst bei Metallica quittiert hat, um fortan bei Voivod die vier Saiten zum donnern zu bringen. Der kalte, mechanische Sound von Voivods knallharten Songs steht seit jeher in perfektem Zusammenspiel mit den kompromisslosen Lyrics, die oftmals dunkle Zukunftsvisionen darstellen und uns die Schattenseiten der immer weiter fortschreitenden und dabei immer schwerer zu kontrollierenden Technologie aufzeigen. “Forgotten In Space“ fällt in ebenjene Kategorie und versetzt uns an Bord eines intergalaktischen Gefangenentransporters, der inmitten der Schwärze des Universums führerlos dahin gleitet, während den Insassen langsam aber sicher der Sauerstoff ausgeht. Wenn du also das nächste Mal in einer Space Bar im Quineros-Orbit mit einem fadenscheinigen Alien Geschäfte machst und einwilligst, für eine Handvoll Credits ein Terranisches Gefängnisschiff abzuschießen, dann hör dir vorher diesen Song an und vielleicht hast du ja ein wenig Mitleid mit den armen Seelen, die hinter den schweren Titanium-Wänden des Transporters gefangen sind.
Iron Maiden “Satellite 15… The Final Frontier”
(aus dem Album “The Final Frontier” von 2010)

“I’m stranded in space,
I’m lost without trace,
I haven’t a chance of getting away,
Too close to the sun,
I surely will burn,
Like Icarus before me or so legend goes!”
Die britischen Oldschool Metal-Schwergewichte von Iron Maiden haben ihr kultiges Maskottchen Eddie bereits mehrere Male in die unendlichen Weiten des Universums geschickt. Eddies bekanntesten Ausflug in fremde Welten stellt dabei sicherlich der 1986er Klassiker “Somewhere In Time“ dar, mein persönlicher Sci Fi-Favorit aus dem Maiden-Portfolio ist jedoch “Satellite 15… The Final Frontier“, der Opener des erfolgreichen 15. Studioalbums der Band. Nach dem langen und etwas schrägen Intro “Satellite 15“ bekommen wir den energischen Titeltrack des Albums vorgesetzt und werden sofort in ein pechschwarzes, weit entferntes Sternsystem katapultiert, in dem ein namenloser Pilot in seinem defekten Raumschiff ziellos umherdriftet. Der Text des Stückes geht dabei wirklich unter die Haut und ich kann mir vorstellen, dass die Gedanken des Protagonisten auch einem gewissen Keith T. Maxwell im Kopf herumgeschwirrt sind, als er zu Beginn von Galaxy on Fire 2™ beinahe vier Jahrzehnte in der Zukunft und am anderen Ende des Universums wieder zu sich gekommen ist.
Slough Feg “High Passage / Low Passage“
(aus dem Album “Traveller“ von 2003)

“I am a space pirate, you know my name,
Asteroid mining is a dangerous game,
Imperial navy can’t keep up my pace,
Chasing a rock into Zhodani space!”
Vor gut acht Jahren haben Slough Feg aus San Francisco ein Konzeptalbum namens “Traveller” veröffentlicht, welches meiner bescheidenen Meinung nach Sci Fi-beeinflussten Heavy Metal in absoluter Perfektion bietet. Die 12 Songs von “Traveller“ erzählen dabei die tragische Geschichte des intergalaktischen Kriegshelden und Söldners Baltech Budapest (der mich durchaus ein wenig an einen gewissen Keith T. Maxwell erinnert) in seinem aufopferungsvollen Kampf gegen einen verrückten Wissenschaftler, der mit Hilfe einer Armee von genetisch manipulierten Alien-Schergen die gesamte Galaxis ins Verderben zu stürzen droht! Science Fiction-Fans mit einer Vorliebe für harte Gitarrenmusik können sich im Falle von “Traveller“ somit auf ein wahres Ausnahmewerk freuen, das nicht nur durch die unglaubliche Kreativität und das enorme Talent der Beteiligten besticht, sondern außerdem noch eine spannende, action-geladene Geschichte erzählt, der man sich nur schwerlich entziehen kann. Wenn ihr mit Vollgas durch die vom Krieg zerrüttete Galaxie prescht und im grellbunten Streufeuer der Alien-Invasoren ein waghalsiges Ausweichmanöver nach dem anderen startet, dann ist ein flotter Sci Fi-Rocker wie “High Passage / Low Passage“ genau die richtige Untermalung für euren intergalaktischen Überlebenskampf!
Jean-Michel Jarre “Oxygene Part One”
(aus dem Album “Oxygene” von 1977)

Das Instrumental-Album “Oxygene” des legendären französischen Komponisten Jean-Michel Jarre ist eigentlich kein Sci Fi-Album per se. Jedoch passt es dennoch in diese Liste wie der viel zitierte Schleimfilm auf den Multipoden-Tentakel, da die ausufernden, sphärischen Kompositionen dem Hörer ein wirklich perfektes Gefühl davon vermitteln, wie es sich anfühlen muss, die endlosen Weiten der Galaxie zu durchfliegen und inmitten der Schwärze des Weltraums zu versinken. Während die flotten, hart rockenden Songs zuvor sich also gut als Hintergrundmusik für wild umkämpfte Dog Fights eignen, stellen Jean-Michel Jarres endlose Klanglandschaften den perfekten Soundtrack für die nächste Reise an die äußerste Grenze des bekannten Universums dar.
Pink Floyd “Set The Controls For The Heart Of The Sun”
(aus dem Album “A Saucerful Of Secrets” von 1968)

“Witness the man who raves at the wall,
Making the shape of his questions to heaven,
Whether the sun will fall in the evening,
Will he remember the lesson of giving?”
“Set The Controls For The Heart Of The Sun” wurde ursprünglich im Jahre 1968 auf “A Saucerful Of Secrets”, dem zweiten Studioalbum der britischen Psychedelic/Artrock-Könige Pink Floyd veröffentlicht und ebenso wie Jean-Michel Jarres “Oxygene”, so bietet auch dieses atemberaubende Musikstück eine wahrlich beeindruckende Klangkulisse für die nächste Reise in ein weit entferntes Sternsystem. Ihr solltet allerdings aufpassen, dass ihr beim Anhören dieses Tracks nicht die Augen schließt und völlig im hypnotischen Sound von Pink Floyd versinkt, denn dann kann es schnell passieren, dass ihr ganz abrupt aus eurem Traum gerissen werdet, wenn euer führerloses Raumschiff urplötzlich mit einem Asteroiden kollidiert…
Hawkwind “Master of the Universe”
(aus dem Album “In Search Of Space” von 1971)

“I am the centre of this universe,
The wind of time is blowing through me,
And it’s all moving relative to me,
It’s all a figment of my mind,
In a world that I’ve designed,
I’m charged with cosmic energy,
Has the world gone mad or is it me?”
Keine Frage, eine Liste wie diese wäre nicht komplett, wenn nicht zumindest ein Song der unangefochtenen Könige des Space Rocks seinen Weg unter die aufgezählten Titel finden würde. Die Rede ist dabei natürlich von Hawkwind und ihr episches Meisterwerk “Master Of The Universe“ lädt förmlich dazu ein, dass Keith den Schubregler seines Veteran-Fighters bis zum Anschlag durchdrückt und mit Höchstgeschwindigkeit von einem Sternsystem ins nächste rast! Wenn unser aller liebster Weltraumheld einen CD-Player im Cockpit seines Fliegers installiert hätte, dann würde er “Master Of The Universe“ wahrscheinlich jedes Mal aufs Neue einlegen, bevor er seinen Khador Antrieb aktiviert und einen wagemutigen Raumsprung ins Unbekannte vornimmt!
David Bowie “Space Oddity”
(aus dem Album “same” von 1969)

“Though I’m past one hundred thousand miles,
I’m feeling very still,
And I think my spaceship knows which way to go…”
Ok, ok. Ich geb’s ja zu. David Bowies “Space Oddity” ist alles andere als eine ausgefallene Wahl um diese Liste abzuschließen. Doch was soll’s? Dieser Song ist mit großer Wahrscheinlichkeit das bekannteste und den meisten Kultcharakter besitzende Science Fiction-beeinflusste Musikstück überhaupt und ein jeder Weltraumpilot sollte zumindest einmal im Leben “Space Oddity“ durch das bordeigene Soundsystem jagen, wenn er sich auf einen langen, beharrlichen Trip zu fernen Welten und entlegenen Sternen begibt…
So, und damit sind wir dann auch schon wieder am Ende! Ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß dabei, meine ganz persönliche Sci Fi-Favoritenliste zu durchstöbern und ich bedanke mich natürlich bei allen Fans und Freunden, die mir auf unserer Facebook-Seite ein paar Anregungen und Vorschläge geschickt haben. Auf den weiteren Plätzen möchte ich natürlich auch viele weitere tolle Stücke wie “Spaceship Landing” von Kyuss, “144,000 Gone” von Agent Steel, “Beyond The Black Hole” von Gamma Ray, “Universal Migrator” von Ayreon, “Abductors” von Judas Priest, “The Tenth Dimension” von Blaze, “Sunshine (Adagio In D Minor)” von John Murphy, “Starman’s Son“ von White Wizzard und “Derezzed” von Daft Punk nicht unerwähnt lassen. Und selbst mit diesen Liedern umfasst meine Liste nur einen Bruchteil der unzähligen Science Fiction- und Weltraum-Songs, die im Laufe der Jahre auf CD oder Vinyl gebannt worden sind. Also tut euch keinen Zwang an und postet alle Stücke, die ich vergessen habe, in den Comments!
von Tobias Piwek